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Walsers »Hüte«

illustration + editorial

Im Wort »Illustration« steckt das Wort »Licht«.

– Illustration ist im besten Sinne auch Erleuchtung.

Ein starker Text braucht eigentlich keine Illustration. Er kommt ganz gut allein klar. Wenn wir ihn dennoch beleuchten, mischen wir uns kräftig ein.

Das Prosastück »Hüte« (1932) von Robert Walser dient als Leinwand. Ausgang für mich war die Frage, wie durch Gestaltung die Ambivalenz der identitätsstiftenden und -raubenden Wirkung von Hüten dargestellt werden kann.

Die Umsetzung bedient sich an Bildmaterial von der Kolonialzeit bis zu den Trümmerfrauen Berlins nach dem zweiten Weltkrieg. Die starke Reduzierung der Bilder formt neuen Raum.

Betreuung: Franz Zauleck + Gisela Matthes

2017